Porträt Ursula Rauch

Porträt Ursula Rauch

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Ursula Rauchs Heimat ist der Bodensee, eine kulturell vom Katholizismus geprägte Region. Die sie umgebenden Zeugnisse der Volksfrömmigkeit – Reliquienschreine, Heiligenfiguren und Votivgaben – prägen ihre ästhetischen Grundlagen. Auch die Mitarbeit beim Vater, der als "Kunst- und Kirchenmaler" über eine große Bandbreite von Techniken, Formen und Werkstoffen verfügt, bleibt nicht ohne Einfluss. Die mehrgleisige Hochschulausbildung als Grafikerin, freie Künstlerin und Kunsterzieherin führt diese breit angelegte Basis fort. Heute lebt und arbeitet Ursula Rauch in Weingarten bei Karlsruhe. Sie hat zwei Töchter.

Durch Reisen nach Indonesien (1984, 1995) und Marokko (1992) entstehen wichtige Impulse für die künstlerische Arbeit. Aufenthalte in Westafrika/ Burkina Faso, Mali, Ghana und Benin (2002 und 2004) intensivieren und befruchten die Beschäftigung mit der Rolle der Frau in afrikanischen Gesellschaften.

Ursula Rauch kann auf eine Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland verweisen. Für das Badische Landesmuseum Karlsruhe/ Schloss Bruchsal realisiert sie von 1989 bis 1998 u.a. raumgreifende Kunstinstallationen im thematischen Zusammenhang mit volkskundlichen Sonderausstellungen.

Für ihr textiles Oeuvre erhält sie internationale Auszeichnungen, unter anderem 1994 "Le Chassy d’Or", 1. Preis der "International Patchwork Competition" des Chateau Musée de Chassy, Frankreich und 1998 den 1. Preis der Fünften Quilt Nihon Exhibition der "Japan Handicraft Instructors Association", Tokyo. Seit 1991 ist sie Jurymitglied der Quilt-Biennalen (jetzt: Quilt-Triennalen) des Textilmuseum, Sammlung Max Berk, Heidelberg.